Der Zweite Schritt
verfaßt von W. Walter LaRoche
In English -- updated in 12/04
en Français (2002)

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"Stand by the roads, look and ask for the ancient paths, where the good way is; walk in that way and find rest for your souls"

Die Stadt von Höchst liegt entlang der Flusshauptleitung, im Westen - zentrales Deutschland {gerade östlich des Flusses Rhein}. Hessen spielt eine wichtige Rolle in der amerikanischen Geschichte, aber seine Auswirkung geht weiter Rückseite -- die Verbesserung beeinflussen -- und viel zurück zu fördern. Sie war nahe der Mitte des römischen und keltischen culure in, was wir heute als Deutschland wissen. An gelesen, um mehr zu verstehen. Seit 1928 ist Höchst ein Stadtteil von Frankfurt am Main, das im Bundesland Hessen liegt. Anbei eine Karte von Hessen {133 KB} und eine zweite von Deutschland (hohe Ladezeit).

From the past

Viele Amerikaner haben deutsche Vorfahren, oder besser gesagt, ihre Vorfahren kamen aus dem Gebiet, das heute Deutschland ist. Obwohl die Vorstellung eines Germaniæ Historicæ (östlich des Rheins und nördlich der Donau) seit 2000 Jahren besteht, ist das moderne Deutschland als unabhängige Einheit nicht älter als 150 Jahre. Allein in diesem Jahrhundert haben drei Grenzänderungen stattgefunden, die letzte war die Wiedervereinigung nach dem Fall der Berliner Mauer und des kommunistischen Regimes in Ostdeutschland. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörten Frankfurt und Hessen zur Amerikanischen Zone (die amerikanische Militärverwaltung).

Germanische Stämme, die durch Gebräuche und Sprache miteinander verbunden waren, kamen im 5. Jahrhundert v.Chr. in den Westen Zentraleuropas. Die ersten Kontakte fanden mit keltischen Stämmen der Latènekultur statt, die entweder einverleibt oder weiter nach Westen getrieben wurden. Der erste Zusammenstoß mit den Römern fand im 2. Jahrhundert v.Chr. in der Provence statt. Seit dieser Zeit waren germanische Völker und alle, die ihnen folgten, eine ständige Quelle der Beunruhigung an den römischen Grenzen. Später besetzten germanische Stämme nach und nach den gesamten westlichen Teil des Römischen Reichs.

Bei den Germanen war das Recht am Land mit der Zugehörigkeit zu einer Familie, einer Sippe oder zu einem Gau, lateinisch pagus, verbunden. Zunächst hatten die pagi nur bei Kriegszügen Anführer oder Herzöge. Erst später wurde ein Fürst auf Lebenszeit gewählt, dessen Macht allerdings durch einen Rat der Adligen sowie eine Versammlung der Freien, der Krieger beschränkt war. Ein ähnliches System gab es in England, wo jedoch im Verlauf der Zeit die Macht vieler Stammesführer unter dem englischen König und den ihm loyalen Baronen, dem Witenagemot, zusammengeführt wurde. Der letzte Akt des Witenagemot in England war im Jahr 1066 n. Chr. die unheilvolle Wahl von Harold, Earl von Wessex, zum König.

Frankfurt hat neben vielen bedeutenden Museen das großartige Museum für Vor- und Frühgeschichte, in welchem die Entwicklung der antiken Kulturen der Umgebung gezeigt wird. Ähnliche Museen, obwohl viele nicht sind, wie umfangreich, existierenen überall in der Region -- wie bei Mainz (30 Meilen westlich von Frankfurt auf der Westseite des Rheins), eine der ältesten römischen Regelungen und datieren seit Augustus. Mainz wurde die Hauptstadt der römischen Provinz, Vorgesetzter Germaniæ an Oktober 27, 90AD. Legion 22 entlastete die lokale Legion ungefähr 10 Jahre später. Sie besetzte die Verstärkung dort bis die Mitte des 4. Jahrhunderts. Das Lager (am Schloß) von Weisenau (2km Süd und östlich der Mitte von Mainz) wurde von einem keltischen Vorgänger entwickelt. Auch die lokale keltische Bevölkerung wird gut erkannt, so lebend unter dem Romans und nicht wie Sklaven. Die Finanzanzeige des Kelt, Blussus, und seine Familie, ist ein gutes Beispiel für das Romanization der keltischen Leute.

Ich habe eine Karte (nicht so langsames Laden heute (2004)) das Franken und die deutschen Stämme zu zeigen. Es nimmt Mainz als Moguntiacum und Bonn als Bonna. Über dem Fluß von Bonn sind der Stamm Tencteri. Norden von ihnen ist das Sugambri und zu westlich von dem Tencteri sind das Chatten. Es zeigt den Stamm des Turones östlich Frankfurts (Aber es war eine Gruppe mit dem gleichen Namen, für die die Stadt von Tours bekommt seinen Namen). Der Hauptfluß, Main, wird als das Moenus gekennzeichnet. Das Turones Phasen in einem Bereich, in dem germanische Stämme der Rhein-Wesergruppe lebten: Tencteri, Sugambri, Bructeri, Cherusci und Chatten. Folglich nehme ich, daß alle diese Stämme die germanische sind, einschließlich des Turones an. Auf der anderen Seite des Rheins, in was heute Belgien und Frankreich ist, dort lebte Celtic-Germanic gemischte Stämme wie Treveri, Condrusi, Nervii. Diese Gruppen lebten zusammen mit reinen keltischen Stämmen wie Mediomatrices und Eberones. Im verhältnismäßig nahen Abstand nach, aber westlich von Mainz lebte das Treveri. Leider, habe ich keine spezifischen Beschreibungen der Stämme gefunden und gelebt zwischen Mainz und Frankfurt. Es gibt weithin bekannte Keltischen Sites und Museen in Hochdorf, nah an Heilbronn und anderwohin (sehen Sie z.B. www.glauberg.de).

Domitian unterwarf die Chatten und die keltische Bevölkerung des Maingebietes um das Jahr 80. Die römische Kolonie war ein im wesentlichen ländliches Gebiet mit einigen wenigen befestigten Städten mit Zivilbevölkerung, einer Reihe von größeren und kleineren Kastellen am Limes im Norden und im Osten des Taunus, verschiedenen Versorgungslagern und vielen Gutshöfen. Das römische Nida (Karte, 125 KB) war die dem Gebiet um Frankfurt nächste zivile Stadt. Sie lag nordwestlich des heutigen Zentrums von Frankfurt am Ufer der Nidda, beim heutigen Heddernheim in der Nähe der Frankfurter U-Bahnlinie. Die Nidda fließt von dort aus in südwestlicher Richtung und mündet in den Main bei Nied, heute ein östlich an Höchst angrenzender Stadtteil von Frankfurt. Mehr Quellenangaben dazu finden Sie hier. English translation of Tacitus work about the German peoples: http://w1.2220.telia.com/~u222203993/e-tacitus.htm.

Der fränkische Stammeshäuptling Chlodwig, der die Herrschaft über fast ganz Gallien erlangte und die französische Nation begründete, herrschte auch über den Südwesten Deutschlands. Die Macht des fränkischen Königreichs betraf praktisch das gleiche Gebiet, das vorher unter römischer Herrschaft war. Zu der Zeit, als Chlodwig Paris zur Hauptstadt machte, lag die Mainebene an der Grenze. Der Name Hessen taucht erstmals im 8. Jahrhundert auf. Auf das Jahr 738 ist ein Sendschreiben Papst Gregors III an Bonifatius datiert, in dem von einem populus Hassiorum (Volk der Hessen) die Rede ist. Als „Urväter” der heutigen Hessen gelten die germanischen Chatten, die vor der Zeitenwende zwischen Fulda und Lahn siedelten. Bonifatius (Apostel der Deutschen) war Englander. Er erhält das Bistum Mainz in 745 n. Chr. In der Stadt von Soissons, Bonifatius getauftes Pepin mit dem heiligen Öl und ihn erklärt König (751).



A Merovingian Map

Die {„Carolingian”} Franken besetzten unter Karl dem Großen (Sohn von Pepin) das gesamte Süddeutschland und später das Land im Norden, das den Sachsen gehörte. Karl der Große, 800 n.Chr. von Papst Leo III. zum Kaiser des Römischen Reichs gekrönt, gestaltete seinen Hof nach dem Vorbild des spätantiken Römischen Reichs. Die offizielle Sprache war Latein, die Alltagssprache entwickelte sich später im östlichen Teil zu dem, was heute als Hochdeutsch bezeichnet wird. Nach dem Tod Karls des Großen wurde das Frankenreich in drei Teile gespalten. Der westliche Teil wurde später Frankreich. Das mittlere Königtum umschloß das Land zwischen Rhône/Saône/Meuse und dem Rhein (Flüsse). Frankfurt und Hessen lagen im Ostfränkischen Königreich. Learn more about this time period at http://www.germanculture.com.ua/library/history/bl_carolingian.htm, but you will have to be able to read English.

Otto I., der Große, Herzog der Sachsen, wurde im Jahr 936 von den deutschen Fürsten zum König gewählt und 962 in Rom durch den Papst zum Kaiser des Römischen Reichs gekrönt. Dieser Titel blieb für weitere neun Jahrhunderte in Gebrauch und in deutscher Hand. Obwohl gegen Ende dieser Periode der Begriff „Reich” ohne weitere direkte Attribute verwendet wurde, kennzeichnete er jedoch die Kontinuität des Reichs über das vergangene Jahrtausend hinaus. Frankfurt war die Stadt, in der traditionsgemäß die Kaiser gewählt und gekrönt wurden.

Aus verschiedenen Gründen vereinigten sich die deutschen Königreiche, Fürstentümer und anderen deutschen Länder nicht, wie zum Beispiel Frankreich, Spanien und England, zu einem Einheitsstaat. Zu einer bestimmten Zeit gehörten zum Römischen Reich 240 Staaten, Städte und kleinere Rittergüter.Traditionsgemäß waren die deutschen Könige Wahlkönige. Dabei wurden oftmals schwache Könige stärkeren Mitbewerbern vorgezogen, weil keiner der weltlichen Fürsten Untertan eines anderen sein wollte. Als Gegenleistung für die Unterstützung der Fürsten bei Kriegszügen vergaben die Könige Lehen, welche die Fürsten nach und nach zu erblichen Lehen machten. Bis ins 15. Jahrhundert hinein basierten Wohlstand und Wirtschaft auf Landbesitz. Daher erhielten auch Ritter von ihren weltlichen Fürsten Zuwendungen an Land. Das gemeine Volk aber verlor das Recht Waffen zu tragen und wurde zu „freien” Pächtern oder zu Leibeigenen.

Die Vorstellung eines weltlichen Reichs (Römisches Reich) verbunden mit einer religiösen Oberhoheit (Heiliges Römisches Reich) hatte später nur noch geringe praktische Bedeutung. Die Reichsidee überlebte jedoch die Reformation und den Augsburger Religionsfrieden im Jahr 1555, als Staaten und Städte die Religion ihrer Fürsten annehmen mußten. Sie überlebte den Westfälischen Frieden im Jahr 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete und aus dem Frankreich als kontinentale Großmacht hervorging. Als Folge des Westfälischen Friedens erhielten die Territorien des Reichs mehr Rechte gegenüber dem Kaiser. Trotzdem trifft man noch im 18. Jahrhundert auf offizielle Bezugnahmen auf das Römische Reich oder auf das Heilige Römische Reich, zum Beispiel 1701 beim Bündnis zwischen Kaiser Leopold I., England und den Niederlanden gegen Frankreich, oder bei der Auflösung des Reichs im Jahr 1806.

Um 1440, Johannes Gutenberg erfindet den Buchdruck mit beweglichen Lettern; und, um 1452 - 1455 Gutenberg druckt die Gutenberg-Bibeln in Mainz. Die Erfindung der beweglichen Lettern, erst durch Johannes Gutenberg, ermöglichte eine weite Verbreitung der Bibeln in deutscher Sprache und förderte dadurch die Ausbreitung der Kenntnisse über die Grundlagen der kirchlichen Lehren, verbesserte aber auch die allgemeine weltliche Bildung. Die Gedankenfreiheit, verbunden mit dem zunehmenden, auf die Städte orientierten Handel, bereitete den Boden für Veränderungen vor. Deutschland war eines der großen Zentren der Reformation und Frankfurt eine führende Stadt. Der Reformation, nachdem sie erst einmal begonnen hatte, folgten mehrere Jahrhunderte Krieg in Deutschland als zentralem Schlachtfeld. Ursache dazu waren nicht allein Gewissensfragen, vielmehr waren oft soziale und wirtschaftliche Mißstände im Spiel, die zum Beispiel zu den Bauernkriegen führten. Martin Luther (1483 - 1546) begann in Deutschland die Reformation. Der Franzose Johannes Calvin (1509-1564), der als vermeintlicher Anhänger Luthers aus Paris fliehen mußte, wird ab 1541 zum Mittelpunkt der "Reformierten Kirche" in der französischen Schweiz. Von hier aus verbreitet sich die "Reformierte Kirche" nach Frankreich, den Niederlanden, England und Schottland und gelangte von dort aus nach Nordamerika.

Die Hugennottenkämpfe in Frankreich -- In Frankreich fand die Lehre Calvins viele Anhänger im Bürgertum und Adel; sie wurden wahrscheinlich nach den Schweizer Eidgenossen - "Hugenotten" genannt. Als sich ein großer Teil der französischen Bevölkerung der evangelischen Bewegung angeschlossen hatte, brachen blutige Kämpfe aus. Philipp II. von Spanien mischte sich ein, um den Katholiken zu helfen. Nach zehnjährigem Kampf errreichten die Hugenotten, daß sie ihre Religion offen ausüben konnten. Die Heirat der Schwester des Königs mit dem calvinistischen Heinrich von Bourbon sollte die Aussöhnung besiegeln. Zum Hochzeitsfest fanden sich viele angesehene Hugenotten in Paris ein. In dieser Nacht vom 23. auf den 24. August 1572, der Bartholomäusnacht läuteten alle Glocken von Paris zum Angriff auf die Hugenotten. Sie wurden - ob jung oder alt - zu Tausenden niedergemetzelt. Von der Hauptstadt verbreitet sich das Morden über die Provinzen. Anstifterin der "Pariser Bluthochzeit" war die Königinmutter. Die überlebenden Hugenotten suchten Verbündete in den Niederlanden, die Katholiken in Spanien. Jahrzehntelang kämpften sie erbittert gegeneinander. Die Enscheidung fiel dadurch, daß Heinrich von Bourbon, der Hugenottenführer Anwärter auf den Königsthron wurde, weil das französische Königshaus ausstarb. Um dem Lande endlich den Frieden geben zu können, wurde er katholisch. " Paris ist eine Messe wert", aber als König Heinrich IV. gewährte er der Hugenotten freie Religionsausübung und die gleichen Rechte wie den Katholiken im Edikt von Nantes. Nach dreißigjährigem Kampf herrschte in Frankreich wieder Frieden und der Wohlstand wuchs. Während seiner Regierungszeit nahm der französische König Heinrich IV. die alte Politik gegen Habsburg auf und unterstützte die evangelischen Stände. 1610 wird er ermordet, jedoch führt der Kardinal Richelieu seine Aussenpolitik weiter. 1685 ordnet Ludwig XIV. die Aufhebung des Edikts von Nantes an damit ist es mit der Religionsfreiheit wieder vorbei.

Lutheraner entgegenzuwirken, wurde er 1547-52 in Haft gehalten. Sein Haltung sicherte jedoch den Kompromiß von 1555, den Religionsfrieden von Augsburg.

Wie vorstehend bemerkt, gab der Religionsfrieden von Augsburg zwar den weltlichen Fürsten, nicht aber dem Volk oder der kirchlichen Hierarchie die Wahl zwischen katholischen oder lutherischen Reformen. Andersdenkende mußten annehmen, sich anpassen oder auswandern. Spannungen zwischen Ländern verschiedenen Glaubens führten zum Dreißigjährigen Krieg. Spanien, die Niederlande und England folgten dem deutschen Zwist. Danach fanden die Schweden einen Grund, in den Kampf einzugreifen und schließlich überquerten die Franzosen den Rhein. Schließlich ergab sich ein „Frieden”, der den status quo der erschöpften Kriegsteilnehmer aufrechterhielt.

Kaum hatte der eine Krieg geendet, als schon der nächste begann. Ludwig XIV. strebte danach, das französische Territorium zu erweitern und die hugenottischen Untertanen, die nach dem Widerruf des Edikts von Nantes in die Pfalz geflohen waren, zurückzuholen. Die Pfalz umfaßte das Gebiet westlich des Oberrheins und Landesteile in der Nähe von Hessen. Landgraf, Karl von Hessen-Kassel zuerst vorausgesetzt Asyl zu den hugenottischen Flüchtlings aus Frankreich (18 April, 1685). Die Eroberung des französischen Königs brachte nicht nur Straßburg und das Elsaß in seinen Besitz, sondern führte zu nahezu 300 weiteren Jahre Krieg, als erstes zum Spanischen Erbfolgekrieg (1701-14), der hauptsächlich in Bayern und im westlichen Deutschland ausgetragen wurde.

Pennsylvania war während dieser Zeit extremer Wirren einer der sicheren Häfen für protestantische Deutsche, die sich nicht der lutherischen Lehre anpassen wollten und die in den französisch besetzten Landesteilen nicht sicher waren. Gegründet von dem Quäker William Penn, stellten „Penns Wälder” unter dem Einfluß der britischen Regierung fruchtbares Land für diejenigen zur Verfügung, die bereit waren, es zu roden und zu bearbeiten. Es wurde ein Ort, an dem Gemeinden aller Religionsrichtungen in Freiheit blühen konnten. Auch die Kolonie Georgia gab in den ersten Jahren ihres Bestehens (etwa 1733) Flüchtlingen eine Zuflucht.

Die heutigen Pennsylvania "Dutch" sind Nachkommen dieser Flüchtlinge aus den westlichen Gebieten Deutschlands. Wegen des raschen Erfolgs ihrer harten Arbeit kamen im 18. Jahrhundert noch mehr Menschen nach Amerika. Eine solche Gruppe ist bekannt als die Deutsche Kolonie von 1717, die durch Zufall nach Virginia kam. Zwanzig Familien aus dem Elsaß, der Pfalz und Hessen wanderten über England aus, um ihren Landsleuten und Verwandten nach Pennsylvania zu folgen. Als sie Virginia erreichten, wurde zusätzliches Geld für ihre Weiterreise verlangt. Gouverneur Spotswood beglich die erpresserische Forderung im Tausch gegen Dienstleistungen. Es ist zweifelhaft, ob die Flüchtlinge die Bedingungen ihres Übergangs von einer Knechtschaft in die andere völlig verstanden.

Spotswood siedelte diese Familien in einer bereits existierenden deutschen Gemeinde an, die im Jahr 1714 gegründet worden war. Nachdem sie einige Jahre später ihre Freiheit wiedererhalten hatten, zog die gesamte Kolonie 1725 nach Blue Mountain, heute Madison County in Virginia. Andere deutsche Kolonisten kamen hinzu. Mit der Zeit gingen einige in den Westen, besonders nach dem Revolutionskrieg, als vom US-Kongreß als Vergütung für Dienstleistungen für den Staat Land vergeben wurde. Ihre Nachkommen zogen zusammen mit anderen Veteranen aus der Nähe der früheren 13 Kolonien an Orte wie Washington County (Old Franklin) im oberen östlichen Tennessee, Habersham County in Nordost-Georgia und Pendleton, South Carolina.

Eine Familie namens Broyle ist ein gutes Beispiel für diese Wanderungen. Die Familien Bryol, Fleshman und Wilhite (Wilhoit) waren unter denjenigen, die in Virginia ankamen. Einige Generationen später waren sie durch Heirat miteinander verbunden. Ein Nachkomme, Veteran des Revolutionskrieges, zog nach Tennessee an den Nolichucky Fluß, an dem sich noch heute die Farm der Familie befindet. Zu dieser Zeit wurde die Broyle-Sippe dort ein Teil der Gemeinde. Während einige ihrer Kinder nach South Carolina zogen, kamen Großenkel zurück nach Tennessee. Während der darauffolgenden 100 Jahre war die Familie durch Heirat mit alten Virginia- Familien verbunden, mit anderen Deutschen aus Pennsylvania, mit Schotten aus South Carolina und sogar mit Abkömmlingen des Schweizer Reformators Zwingli.

Eine Anzahl von Personen diente und starb im amerikanischen Bürgerkrieg und die Familien wurden über die ganzen Vereinigten Staaten zerstreut. Von dieser Gruppe deutscher Flüchtlinge und verwandter Familien stammt meine Frau väterlicherseits ab.

So wie die individuelle Freiheit eine bedeutende Rolle für die Entwicklung Amerikas spielte, war die politische Freiheit der Stadt Frankfurt wichtig für ihren Fortschritt. Die Stadt, in der Goethe seine Jugend verbrachte, war schon unter Karl dem Großen ein wichtiger Ort (Frankonovurd) und später zur Zeit des Heiligen Römischen Reichs Stätte der Wahl und Krönung der Kaiser. Sie wurde im Jahr 1372 reichsunmittelbar und behielt diese Freiheit während der vielen europäischen Religionskriege. Nach den Napoleonischen Kriegen wurde Frankfurt Mittelpunkt des Rheinbundes. Weil die Stadt im Deutschen Krieg von 1866 zu Österreich hielt, wurde sie durch Preußen besetzt und gehörte später bis zum 9. November 1918 zum Deutschen Kaiserreich. Allgemeine Informationen.

Die Hessische Verfassung
Die älteste Landesverfassung in Deutschland
(Verfassungstext).

Umgeben von Ackerland und nahe den Weinbergen des Rheingaus floriert Frankfurt am Main (ca. 650.000 Einwohner) wegen seiner zentralen Flußlage und seiner langen freiheitlichen Geschichte heute als europäisches Bankenzentrum und Produktionsstandort von Weltrang. Das flußabwärts gelegene Hoechst-Werk, in dem bis zu 30.000 Menschen arbeiteten, ist seit 145 Jahren ein Chemiewerk. Die Anilinfarbstoff-Fabrik „Theerfarbenfabrik Meister, Lucius & Co.” wurde 1863 in Höchst am Main gegründet und bildete den Ausgangspunkt der Hoechst AG. Ähnlich wie die Geschichte der Farbstoff-Firma Progil, die zusammen mit anderen Firmen zur Rhône-Poulenc Chimie S.A. wurde, hat auch die Geschichte von Hoechst viele Wendungen genommen. Wie zum Beispiel das Gebiet um Grenoble im letzten Weltkrieg besetzt wurde, war Höchst nach dem ersten Weltkrieg von den Franzosen okkupiert worden.

From the past
Hoechst AG History     Geschichte betrifft Hoechst auf Deutsch

The advent of a new Company -- Aventis

Spotlight auf Frankfurt-Höchst, Deutschland -- verfaßt von Dieter Bergner, Betriebsleiter im Ruhestand (1998)

Wir danken Herrn Dr. Bergner für die Übersetzung der Webseiten.

Geschichte auf Georgia

(rev: 22/12/00 @ 11.55 Uhr EST)